Feb 8, 2017
Stina Schmidt
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Fieber – gut oder schlecht?

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Jeder, der als Kind schon einmal krank gewesen ist, wird Fieber gehabt haben. Bei Erwachsenen ist das zwar auch noch der Fall, aber Kinder bekommen schneller Fieber als Erwachsene. Fast jeder hatte also schon einmal Fieber und weiß, wie man sich dabei fühlt. Es ist warm, man ist müde und wirklich angenehm ist es natürlich auch nicht. So stellt sich nun die Frage, ob Fieber eigentlich gut oder schlecht für den Körper und den Organismus ist? Und was sagen die Ärzte dazu? Wir klären zuerst aber einmal, was Fieber überhaupt ist, ab wann es gefährlich werden kann und was ihr dafür oder dagegen tun könnt.

Fieber: Der Organismus verteidigt euch gegen Krankheitserreger

Um die Frage, ob Fieber für den Körper gut oder schlecht zu bewerten ist, muss man wissen, dass der menschliche Organismus von der Evolution so konstruiert wurde, dass er sich selbst gegen Krankheiten wehren kann. Fieber ist also ein deutliches Zeichen auf einen Kampf zwischen Organismus und einem Krankheitserreger. Das Ansteigen der Temperatur bei einer akuten Infektion ist ein Verteidigungsmechanismus des Körpers und damit erst einmal als gut zu werten. Gerade bei Kindern ist Fieber wichtig, damit das kindliche Immunsystem lernen kann, wie der Kampf gegen die Erreger, sei es nun bakteriell oder viral, zu gewinnen ist. Das ist auch der Grund, warum Kinder so häufig Fieber bekommen und Erwachsene nicht. Der Erwachsene Körper hat schon gelernt, mit diesen Bakterien und Viren umzugehen und tut dies nun auf andere Art und Weise.

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Was genau ist Fieber?

Fieber ist also zu aller erst eine normale Reaktion des Körper. So müsst ihr euch darüber keine Gedanken machen. Es hilft, gesund zu werden und ist damit eines der häufigsten Gesundheitsprobleme, die auftreten können, wenn ihr krank seid. Das Fieber hindert die Erreger daran, sich zu vermehren. Durch Wärme werden nämlich die Viren abgetötet. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36 und 37 Grad. Alle Temperaturen, die höher als 37 Grad liegen, bezeichnet man als Fieber. Dabei gibt es aber auch noch ein paar Abstufungen. Bis zu einer Temperatur von 38,5 Grad spricht man von einer erhöhten Temperatur. Ab 38,5 Grad spricht man von Fieber. Ab einer Temperatur von 39,5 Grad spricht man von hohem Fieber und ab 41 Grad von einem sehr hohen Fieber. Ab 42,6 Grad kann Fieber tödlich sein. Gemessen wird das Fieber am besten rektal, also im Po, denn so kann man die besten Werte bestimmen. Wer das nicht möchte, kann auch unter der Zunge, in der Achsel oder mit speziellen Geräten auch im Ohr Fieber messen. Generell gilt: Fieber ist gut, wenn es einen bestimmten Punkt nicht überschreitet. Bei Kindern sind das 38 Grad Celsius, bei Erwachsenen 39 Grad. Wenn das Fieber nicht zu stark ist, kämpft der Körper gegen eingedrungene Krankheitserreger und macht sie unschädlich. Wenn die Temperatur aber dauerhaft hoch ist, wird der Kreislauf belastet und das Fieber sollte gesenkt werden.

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Wie senke ich das Fieber?

Bei Fieber ist Bettruhe erforderlich, denn nur so kann man wieder gesund werden. Für Kinder gilt das besonders, da ihr Immunsystem noch nicht so stark ausgeprägt ist wie bei einem Erwachsenen. Erwachsene dürfen auch einen ruhigen Spaziergang machen, wenn sie das Gefühl haben, dass es ihnen gut tut. Wenn nicht, dürfen auch sie das Bett hüten. Bei Fieber ist Sport und andere körperliche Anstrengung strikt verboten – auch nach dem überstandenen Fieber. Der Körper muss sich erst einmal erholen, sonst kann sich der Erreger auf das Herz oder die Gelenke ausbreiten und die Heilung verzögert sich unangenehm. Wer Fieber hat, sollte zudem viel trinken. Kühle, mineralstoffreiche Getränke, Wasser, Tees und Säfte sind angebracht. Wer keinen Hunger hat, greift auf Obst und Hühnersuppe zurück, da beides nicht nur satt macht, sondern auch Flüssigkeit mit sich bringt. Wem zu warm ist, der greift auf einen kalten Lappen auf der Stirn zurück. Bei Kindern helfen oft kühle Wadenwickel, um das Fieber zu senken. Nur wenn das Fieber hoch ist oder ihr keine Nacht ruhig geschlafen habt, greift ihr zu fiebersenkenden Mitteln wie Paracetamol. Normalerweise helfen sie schnell und verhelfen euch zu einer ruhigen Nacht.

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